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E-Book ‚Tote brauchen keinen Himmel‘ verfügbar.

Der zweibändige Roman von Balladu ‚Tote brauchen keinen Himmel‘, ist ab sofort als E-Book verfügbar. Bis zum 4. Februar in einer Sonderaktion preiswert zu erwerben:

Band 1 für 4,99 €

Band 2 für 4,49 €

Lösung Matheaufgabe vom 5.11.22

Lösung:

Zu 1.

      _______            ________
H1 = √ d12 – a12       =  √ 60*60 – 33 = 50 m


Zu 2.
      _______         
A2 = √ d22 – h22       =   33 m


Zu 3.:
      _______             ___________
D3 = √ a32 + h32       =  √ 27*27 + 33 = 41 m

Wir bitten um Entschuldigung für die verspätete Veröffentlichung der Lösung.
Anni und Max

Textaufgabe

Auszug aus Balladus neuem Roman ‚Tote brauchen keinen Himmel‘ (geplante Veröffentlichung Dezember 2022)

Mathestunde 2, Mittwoch, 28. September 2016

Frau Tusch schaltete den Beamer ein, dann befestigte sie mit einer Reißzwecke ein A4-Foto am oberen Tafelrand. Auf beiden Bildern sah man den Teil einer Destillation mit mehreren Kolonnen.

„Ihr erinnert Euch?“

Das große Bild vom Beamer an der Wand war für alle Schüler-innen gut zu sehen.

„Drei Kolonnen habe ich mit den Zahlen 1 bis 3 gekennzeichnet.“ Die Lehrerin schwieg einen Moment, um ihre Schüler zu beobachten. Deren Reaktionen schwankten zwischen mäßigem Interesse und Gleichgültigkeit. Sie wies erneut auf das Bild. „Die größte Kolonne, Nummer 1, hat eine uns unbekannte Höhe, sagen wir kurz h1, aber wir wissen, dass die Entfernung von unserem Standort bis zum Fuß dieser Kolonne 1, das wäre dann a1, derselbe ist wie zum mit Nummer 2, also a2, gekennzeichneten Apparat, dessen Höhe h2 43 Meter beträgt. Kolonne Nummer 3 ist zwanzig Meter kleiner als die Größte und von unserem Standort, 27 Meter entfernt. Das wäre dann a3. Wir besitzen ein Längenmessgerät und messen die Entfernung von uns bis zum jeweils höchsten Punkt der Kolonnen 1 gleich d1 und 2 gleich d2, mit 60 bzw. 54 Metern. Leider ist bei der 3. Messung der Akku leer.

Die Fragen lauten:

  1. Wie hoch ist die größte Kolonne 1?
  2. Wie groß ist der Abstand von uns bis zu Kolonne 1?
  3. Wie groß ist die Entfernung von unserem Standpunkt bis zur Spitze der Kolonne 3?“

Die Tusch wandte sich den drei Schülern an der Tafel zu. „Das Foto habe ich für Euch drei hier befestigt,“ sie zeigte mit der rechten Hand auf das Bild, „damit ihr es ein wenig leichter habt beim Überlegen.“ Sie trat zwei Schritte weiter von der Tafel weg, „Lukas, du rechnest auf der linken Seite der Tafel Aufgabe 2, Nina du in der Mitte Aufgabe 3 und Kevin Aufgabe 1 auf der rechten Seite. Alles verstanden?“

„Wieviel Zeit haben wir?“ fragte Nina.

„Betrachtet das als kleinen Wettkampf. Es geht um Gold, Silber und Bronze. Wenn der Silberplatz vergeben ist, hat Bronze noch 1 Minute.“

Sie wartete einige Sekunden, dann fügte sie hinzu, „ach ja, wer nicht fertig wird, erhält eine 6!“

Das löste wieder ein leichtes Murren der Mehrheit der Schüler aus.

„Sollen wir das Zahlenergebnis im Kopf ausrechnen?“ fragte Lukas etwas verwundert.

„Zahlenrechung natürlich mit eurem Rechner. Aber es genügt die Angabe von ganzen Zahlen, denkt daran, was der Ingenieur in der VC-Fabrik gesagt hat, über den Daumen gepeilt genügt, also plus-minus ein Meter, bitte.“

Sie hatte direkt zur Klasse gesprochen, drehte sich nun wieder den Drei an der Tafel zu. „Gebt Euch Mühe und los geht’s!“

Felix meldete sich. Er schnippte mit den Fingern der rechten Hand, damit sich die Lehrerin zu ihm umdrehte. „Frau Tusch, können sie sich noch an die Namen der Kolonnen erinnern?“

In dem Moment, als sich die Frau umdrehte, schrieb Nina an die Tafel:

????

Die Nitz löschte das Geschriebene, nachdem Aldo fertig war, sofort wieder aus. Was Nina nicht bemerkte, war, dass Kevin alles, auch lukas?, abgeschrieben hatte. Felix sprach plötzlich lauter mit der Tusch, Nina stutze, sah zu Kevin, schüttelte den Kopf und machte Kevin durch Zischeln auf seinen Fehler aufmerksam. Eilig wischte er das Wort weg.

Lukas sah schon auf sein Smartphone, dann schrieb er hinter die Gleichung:

???

Auf Ninas Tafelseite stand:

???

Dann sah sie zu Lukas, rechnete und schrieb ihr Ergebnis an die Tafel D3 = ?? m.

Währenddessen versuchte die Tusch Felix Frage zu beantworten. „Ja, – das heißt nein, – welches diese Kolonnen sind weiß ich nicht genau. Ich habe mir nur gemerkt, dass es Destillationskolonnen aus dem Prozess der…“

„Frau Tusch,“ unterbrach Kevin die Lehrerin, „mir fehlt der Wert von Lukas noch.“

Die Frau drehte sich um, sah erstaunt die Formel bei Kevin, die Ergebnisse bei den beiden anderen und sagte ungewollt derb, „na dann guck doch hin!“

Das tat Kevin schnell, holte sein Handy heraus, öffnete die App und – überlegte.

Felix meldete sich schnell zu Wort. „Ich weiß genau, dass die größte die VC-Kolonne ist.“

Die Lehrerin drehte sich nur kurz um zu Normu, aber das genügte, dass Nina schnell ?? schrieb und sofort weglöschte.

Als sich die Tusch umdrehte, schrieb Kevin hinter das Gleichheitszeichen seiner Rechnung ?? m und wandte sich der Lehrerin zu.

„Na gut. – Lukas Gold, Nina Silber, Kevin noch Bronze.“

Sie hatte kaum zu ende gesprochen, als es auch schon zur Pause klingelte.

Auf dem Schulhof wartete Kevin auf Nina, die zusammen mit Felix aus dem Schulgebäude kam. Er ging langsam auf sie zu, blieb vor ihr stehen und sah auf die kleine, zierliche Person herunter. „Ich kenn‘ dich überhaupt nicht und du hilfst mir? – Warum?“

„Die Tusch hat mich bei meiner Anmeldung hier am Gymnasium im September so …“ sie stockte, „…so sächlich behandelt, als wäre ich ein unnötiger Gegenstand, den ein anderer ihr aufschwatzen wollte. Wohlgemerkt, obwohl ich die Aufnahmeprüfung bestanden hatte.“

„Dann hast du mir nur geholfen, weil du die Tusch ärgern wolltest?“ Kevin sah Nina zweifelnd an.

„Na, was dachtest du denn?“ Das Mädchen grinste, „so ein toller Kerl bist du nun auch wieder nicht.“

„Ach so,“ Kevin schüttelte etwas enttäuscht den Kopf, „aber trotzdem danke.“

„Kevin, wir kennen uns ja schon länger“ mischte Felix sich in das Thema ein, „eigentlich müsstest du wissen, wie ich ticke. – Na egal. – Und obwohl mir deine Auffassungen nicht gefallen, vor allem, weil du immer weiter nach rechts rutschst. Aber, wenn ich sehe, dass ein Mensch ungerecht behandelt wird, dann versuche ich dem zu helfen. – Und mit ihr,“ er tippte kurz mit einer Hand auf Ninas Schultern, „kann man Pferde stehlen.“

„Bin kein Nazi,“ stieß Kevin ärgerlich hervor, fügte dann aber wieder ruhig hinzu, „kennst du … die … etwa schon länger?“

„Erstens, Kevin, ist Nina schon fast einen Monat in unserer Klasse und zweitens ja, wir sind befreundet, weil wir ähnlich ticken.“

„Wenn jemand ungerecht behandelt wird,“ fuhr Nina fort, „oder in Not geraten ist, dann helfen wir, Kevin,“ und lächelnd fügte sie noch hinzu, „das ist, wenn du so willst, eben unser Spleen.“

Wortlos drehte sich Kevin um und ging davon. Nina und Felix sahen ihm, jeder mit anderen Gedanken beschäftigt, hinterher.

Wer löst diese Aufgabe?

Die Lösung gibt es nächsten Sonntag, 13.11.2022

Zwei Wege sind‘s…

Zwei Wege sind‘s…

von Anni Kloß und Max Balladu *)
Zwei Wege sind’s. Einer führt rundherum.
In Gedanken, der andere lässt, dich starten,
Zu ahnen, welches Ziel sei zu erwarten.
Folgt ihm nicht nur blind und stumm.

Träumt! Aber dreht Euch nicht um.

Nacht und Nebel; die Bagage zog, trara,
samt ganzem Heere am Wald vorüber.
Er aber hob den Blick von der Cithara
und spielte noch und sah zu ihr hinüber.

Spiel! Aber erwarte Sie nicht.

Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
Denn manche sich schleichen,
Während Jahre verstreichen,
Tiefer in das Herz, werden unteilbar.

Weine! Doch ohne zu weichen.

Wir werkeln, doch verzetteln uns lange,
Stolz mit Ideen um uns werfen. - Ins Licht.
Wir blicken zurück, bange.
Rauch verdeckt das Feuer in uns. - Die Pflicht.

 Werkle! Aber rühme dich nicht.

Mutter, wenn die Wälder und Hecken
Den Ort deiner Kinder verstecken,
Sie winken aus jenseitigen Weiten.
Dein Herz pocht für sie, zu allen Zeiten.

Winke. Aber weine nicht.
*) Rilke, Huch, Bachmann inspirierten.

Ein einziger Tag

   Ein einziger Tag

Ich frage mich viele Stunden tausendmal,
Woher mir dieses Lastbewusstsein kommt.
Dieser dumpfe tiefe Schmerz …
Einen einzigen Tag frei sein!
Frei, fern von Kummer, Sorgen, Last,
Wie Lieder in den Wäldern.

Ich habe Freude oft verloren,
Mich zu empfinden in der Mattigkeit.
Ich bin gequält in meinem Weiterschreiten.
Einen einzigen Tag frei sein!
Hoch fliegen über den Wolken möchte ich.
Das Vergessen suchen.

Und bitter, daß ich mich oft nicht wehren kann.
Ich schüttele mich in Horror-Träumen,
Es hilft nicht Genuss noch Raserei.
Einen einzigen Tag frei sein!
Über das helle Wasser gehen.
Meiner Seele Flügel geben.

Ich bin mit Gott und seiner Welt zerfallen,
Habe nie gebetet noch gläubig gefühlt.
Möglich, daß es den Demutfrieden gibt.
Einen einzigen Tag frei sein!
Nichts wissen mehr von bitteren, langen Nächten,
in denen die Augen groß werden vor Not.

Ich muß doch Mensch sein, in allem Widerspruch.
Ich fühle, ich kann glauben, wie ich muß.
Wie bist du müde, Welt, die mich geboren,
Einzig bereit, mir Ketten aufzudrücken.
Mir deine Schatten fester einzugraben.
Tränen liegen auf meinen Wangen.

Einen einzigen Tag frei sein!
Wo ich lodern kann und mich entzücken.
Mich hingeben des Wahnes schöner Hoffnung.
Dem Wunsch, Ketten zu brechen,
Und Licht zu trinken …
Einen einzigen Tag Licht schauen!

Einen einzigen Tag frei sein!

Verfasst von Anni Kloß mit Hilfe von Ingeborg Bachmann

Gingers Lied von Anni Kloß

Machtlose Wissenden verbündet euch!

Die Erde hängt schief.
Brach liegt das Land.
Das Gleichgewicht jeden Lebens ist gestört.
Die Wahrheit stirbt. Mit ihr das Gute.
Scheinbar Gutes wird offen Böses.
Es wuchert wie Unkraut.

Ist das Ende ein (Welt)Krieg?

Wann kippt die Erde aus den Fugen?
Die Zeit tickt. Wann ist sie reif?
Planvoll retten oder rette sich wer kann?
Jeder gute Gedanke wird zerredet.
Schluss mit dem halbwahren Palavern.

Mensch bedenke: An allem ist zu zweifeln.

Blockiert die mächtigen Betrüger.
Reißt mit den Wurzeln das Unkraut aus.
Lernt aus eurer Geschichte.
Lernt von den Toten.
Die Erde ist ein einziger Staat.

Pflanzt eine neue Saat.

Nie bleibt alles was ist, so wie es ist.
Trauer, Schmerz, Bangen vergehen.
Bewahrt die Sehnsucht nach besseren Tagen.
Solange die Welt atmet, können wir hoffen.
Nutzt den letzten Atemzug.
Dann stehen erneut alle Chancen offen.

Den Weg dahin bestimmt der neue Mensch.

Machtlose Wissenden verbündet euch!
Dieser Beitrag wurde am 25. Februar 2022 in Allgemein veröffentlicht.

Das Mausoleum

Zur Beerdigung kamen viele Prominente in das Haus des Betroffenen, der den Verlust der Verstorbenen betrauerte. Er hatte die Beisetzung auf seinem Privatbesitz veranlasst. Für Musik und ein zünftiges Gelage war gesorgt. Eine tief bewegende Leichenrede hielt der Freund des trauernden Künstlers. Der Hausherr, selbst ein Dichter, trug zu diesem Anlass von ihm verfasste Gedichte vor. Anschließend wurde die sterbliche Hülle der Toten in ein eigens auf dem Grundbesitz des Dichters errichtetes Mausoleum untergebracht.

Die Verstorbene war – eine Schmeißfliege – das Lieblingshaustier des trauernden Dichters.

Das Ganze war ein riesiges Gaudium.

Die seltsame Bestattung in einem Mausoleum fand   50 v. Chr. statt. Der Spaß kostete den Dichter Vergil (*70, †19 v. Chr.), Verfasser der ‚Äneis‘, 800 000 Sesterzen (der Wert entspricht 1 Euro).

Es war jene Zeit des zweiten Triumvirats von Oktavian, Lepidus und Marcus Antonius. Die Herrscher des antiken Rom planten den Grundbesitz der Reichen zu beschlagnahmen, um ihn unter Kriegsveteranen zu verteilen.

Als das Gesetz dann in Kraft trat, machte Vergil Sonderrechte geltend, da sich auf seinem Grund und Boden ein Mausoleum befände.

Dem Antrag wurde stattgegeben!

 

Weihnachten 2021 – Neujahr 2022

Frohe,  besinnliche Weihnachtsfeiertage 2021.

Ein gesundes, ereignisreiches, gutes Jahr 2022.

wünschen allen Lesern dieser Website

Anni Kloß und Max Balladu.

Dieser Beitrag wurde am 24. Dezember 2021 in Allgemein veröffentlicht.